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fülle und vergänglichkeit: kirschenernte

der kirschbaum ist ein zeichen für fülle und gleichzeitig vergänglichkeit, da er nur für einen relativ kurzen zeitraum trägt und die früchte ohne konservierung kaum lagerungsfähig sind. ob anhand der großen kirschblütezeit in japan oder des barbarazweiges an weihnachten - die kirschblüte steht für schönheit, reinheit, hoffnung und neuanfang (der auch immer zugleich einen abschied in sich trägt).

die blätter des kirschbaums sprießen kurz nach den blüten und gehören zu den baumblättern, die man ganz jung im frühjahr essen kann.

interessant für alle experimentierfreudigen und kreativen menschen ist das kirschgummi, das man zum binden und andicken von wasserlöslichen farbpigmenten benutzen kann. dazu entfernt man vorsichtig das partiell an der baumrinde austretende kirschgummi und löst es über einige stunden (ich habe es über einen tag lang stehen lassen) in wasser auf. danach mit pigmenten anrühren und voilà, die eigene aquarellfarbe ist fertig.

bei den früchten ist mal abgesehen von den tollen kirschohrringen und vielfach besungenen gesundheitswirkungen bis zur darmreinigung ;-) das allerschönste das pflücken und direkt im baum essen. so vollkommen im jetzt und mit dem baum verbunden ist es leicht, sich als glied in der kette des lebens zu erfahren.

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